Spiel - Brettspiel - Monopoly
Monopoly ist ein bekanntes Brettspiel. Ziel des Spiels ist es, ein Grundstücksimperium aufzubauen und alle anderen Mitspieler in die Insolvenz zu treiben. Dazu erwirbt man möglichst viele Straßenfelder (während die Sonderfelder Gemeinschafts- und Ereignisfeld, Los, Frei Parken, Einkommens- und Zusatzsteuer sowie das Gefängnis nicht erworben werden können) um von den Mitspielern Mieten zu kassieren, wenn diese durch Würfeln auf einem solchen Feld landen.
Es ist weltweit eines der erfolgreichsten Brettspiele und wird in 37 Sprachen und über 103 Ländern verkauft (nach Angaben des Herausgebers).
Material
Man benötigt ein Monopoly-Spiel
Spielablauf, Ziel, Gewinn
Monopoly wird mit zwei bis acht Spielern gespielt. Jeder Spieler erhält ein festgelegtes Startkapital (in der Regel 1.500 € in der gängigen deutschen Grundversion) und besitzt eine Spielfigur, die sich stellvertretend zyklisch im Uhrzeigersinn auf dem Spielbrett wie in einer Stadt bewegt. Dann wird mit Spielgeld investiert oder gehandelt. Es gibt kein negatives Vermögen. Die Spieler kommen im Uhrzeigersinn an die Reihe. Der jeweilige Spieler wickelt folgende Schritte ab:
- Würfeln und die Figur bewegen
- Je nach Art des erreichten Feldes bestimmte Aktionen ausführen: Miete oder Steuern bezahlen bzw. Einnahmen erhalten, evtl. das eigene Grundstück durch Gebäude oder Hotel aufwerten, An- und Verkäufe; die von den Karten bestimmte Aktionen ausführen.
- Auch wenn ein Spieler im Gefängnis sitzt, kann er weiterhin Häuser bauen, Grundstücke kaufen oder verkaufen und sogar Miete kassieren.
Das Ziel des Spieles ist es, als Einzelner am (evtl. zeitlich vorab festgesetzten) Ende das größte Vermögen zu besitzen. Ein Spieler, dessen Privatvermögen auf Null gefallen ist, scheidet aus dem Spiel aus. Die verbleibenden Spieler fahren fort. Es kann eine relativ ausgeglichene Spielsituation entstehen, in der die Mitspieler unendlich weiterspielen könnten, ohne Bankrott zu gehen. Zum Vermögen zählt das Bargeld, sowie jedes Haus und jedes Hotel mit dem halben Kaufpreis. Das Spiel endet auch dann, wenn nur noch ein Spieler übrig ist. Die Bank kann niemals pleite gehen. Ist in ihr kein Geld mehr enthalten, so besagen die Monopoly-Regeln, dass man Zettelchen mit dem entsprechendem Wert schreiben soll.
Die Ereigniskarten können neben dem Würfeln als Zufallselement angenehme und unangenehme Überraschungen bieten. Eine Karte ist zu ziehen, wenn man auf ein Ereigniskartenfeld gelangt. Von Zahlung eines geringen Geldbetrages (z. B. auf Grund "zu schnellen Fahrens") über Geldgeschenke bis zur Renovierungspflicht für alle Häuser (die schnell zum Ruin des reichsten Spielers führen kann) ist ein breites Spektrum an Ereignissen vorhanden.
Badstraße bis Schlossallee
Die Straßen (Spielfelder) repräsentieren unterschiedlich teure Mietpreise. Wenn ein Spieler eine „fremde“ Straße erreicht, hat er diese Miete zu entrichten. Ist die Straße bebaut, erhöht sich die Miete ganz wesentlich. Wenn ein Spieler alle zwei oder drei Straßen der gleichen Farbe besitzt, wird die Miete für unbebaute Grundstücke verdoppelt, außerdem darf er erst dann Häuser auf diese Grundstücke bauen. Auf einer Straße mit 4 Häusern entsteht beim Kauf des fünften Hauses ein Hotel. Innerhalb einer Farbgruppe muss die Bebauung gleichmäßig erfolgen.
Nichtoffizielle Varianten der Spielregeln
Es gibt etliche Abwandlungen der offiziellen Spielregeln; folgende Varianten sind dabei besonders verbreitet:
- Verzicht auf die Versteigerung von Straßen und anderen Besitzrechten, wenn sie nicht von dem Spieler, der sie als erster erreicht, gekauft werden. Sie können dann vom nächsten das Feld erreichenden Spieler erworben werden.
- Stundung von eigentlich zu zahlenden Geldern unter den Spielern. Der Spielablauf kann sich dadurch insgesamt verlängern.
- Verleihen oder Stundung von Geldbeträgen unter den Spielern unter Anwendung eines ausgehandelten Zinssatzes.
- Rückgabe von Häusern oder Hotels an die Bank gegen Erstattung des vollen Kaufpreises.
- Tausch oder Überlassung (gegen Verzicht auf Mietforderungen) unter den Spielern auch von Straßengruppen einschließlich der darauf errichteten Gebäude (während diese nach den Spielregeln eigentlich an die Bank zurückgegeben werden müssten).
- Vereinbarung über Verzicht auf Mietforderungen aus dem (oft auch nur einmaligen oder jedenfalls auf eine bestimmte Anzahl begrenzten) Betreten bestimmter (bebauter) Straßen als Bestandteil eines Tauschgeschäfts (das oft auf eine vom Gegner nicht bezahlbare Mietforderung zurückgeht).
- Hypothekarisches "Umdrehen" nichtbebauter Straßen und spätere Rückzahlung des von der Bank dafür erhaltenen Kredits OHNE Berechnung der spielregelgemäßen Zinsen.
- Alle eigentlich an die Bank zu leistenden Zahlungen außer den Kosten für erworbene Straßen und Häuser, also Steuern nach den entsprechenden Feldern sowie aufgrund von Ereignis- und Gemeinschaftskarten zu leistende Zahlungen werden in die Mitte des Spielfeldes gelegt. Diesen Banknotenstapel erhält dann jeweils der erste Spieler, der auf FREI PARKEN kommt. Diese Variante kann den Verlauf der ersten Spielphase beschleunigen, da den Spielern mehr Bargeld für den Kauf von Straßen und Häusern zur Verfügung steht. Die Spieldauer wird insgesamt eher verlängert, vor allem, wenn nur (noch) zwei Spieler im Spiel sind. Auch die in den Spielregeln nicht vorgesehene Situation der Bank, die nach Auszahlung des standardmäßigen Vorrates über keine Geldreserven mehr verfügt, kann vorkommen. Eine Variante dazu sieht vor, dass vor Spielbeginn schon ein Grundbetrag aus der Bank in die Mitte gelegt wird; die einzelnen Zahlungen der Spieler kommen dann hinzu. In manchen Fällen wird auch dieser Grundbetrag jedes Mal erneuert, wenn ein Spieler den Gesamtbetrag erhalten hat.
- Nach den offiziellen Spielregeln bekommt jeder Spieler jedes Mal, wenn er über LOS kommt, (von der Bank) eine feste Summe als Gehalt ausgezahlt. Die Variante besteht hier darin, die doppelte Summe an die Spieler zu zahlen, die nach ihrer gewürfelten Zahl (teilweise auch durch Ereignis- oder Gemeinschaftskarte) DIREKT auf das LOS-Feld kommen. Die Gesamtgeldmenge im Besitz der Spieler steigt dadurch mit den schon erwähnten Folgen.
- Kauft ein Spieler Straßen einer Farbe sind alle anderen Straßen dieser Farbe für ihn reserviert. Kommen andere Spieler auf noch nicht von ihm gekaufte Straßen werden diese aber nicht versteigert. Diese Variante beschleunigt das Spiel, da der Handel zwischen den Spielern umgangen wird und es schneller zu Monopolen kommt. Für Bahnhöfe und Werke gilt diese Regel nicht.
- Man erlaubt den Spielern, Häuser auf eigene Straßen zu bauen, ohne zuvor alle Straßen dieser Farbe besitzen zu müssen. Auch so kann der Handel zwischen den Spielern umgangen werden.
- Kommt ein Spieler mit einem Pasch auf eine Straße eines anderen Spielers, muss er keine Miete zahlen.
- Anstatt beim Werfen des dritten Paschs in Folge in das Gefängnis zu müssen, wird an den Spieler ein vorher festgelegter Betrag von der Bank gezahlt. Bei anderen Varianten zahlen die anderen Spieler dem jeweiligem Spieler den Betrag bzw. dieser muss ihn den übrigen Spielern zahlen.
Varianten
Mitlerweile gibt es sehr viele Monopoly Varianten.
Klaus Lage - Monopoli (Lied)
Bekannt wurde das spiel auch durch das Lied "Monopoli" von Klaus Lage.
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extra3 - Bankenkrise, das neue Brettspiel
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Siehe auch
Spieleabend
Spiele
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Kommentar |
Alter |
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