Stundenentwurf - Der barmherzige Samariter

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Titel: 
Der barmherzige Samariter
Alter: 
ab 6
Schwierigkeit: 
3

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter zählt zu den bekanntesten Erzählungen Jesu im Neuen Testament. Es wird im Evangelium des Lukas (10,25–37) überliefert und gilt als Appell zur tätigen Nächstenliebe.

Inhalt


In einem Disput verweist Jesus auf die Frage, was zum Erwerb des ewigen Lebens zu tun sei, auf den Wortlaut der Torah, worauf der Schriftgelehrte die biblische Aufforderung zur Gottesliebe (Dtn 6,5), die Bestandteil des Schma Jisrael, des zentralen jüdischen Glaubensbekenntnisses, ist, verbunden mit dem Gebot der Nächstenliebe (Lev 19,18) zitiert:

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst.“

Auf Jesu Aufforderung, so zu handeln, um zu leben, fragt ihn der Schriftgelehrte, wer denn sein Nächster sei. Daraufhin entfaltet Jesus das Gleichnis als Beispielgeschichte:

Ein Mann auf dem Weg von Jerusalem hinab nach Jericho geriet unter die Räuber, die ihn ausplünderten und schwerverletzt liegen ließen. Ein vorüberkommender Priester sah ihn und ging weiter, ebenso ignorierte ihn ein Levit. Schließlich sah ihn ein Samaritaner, erbarmte sich, versorgte seine Wunden und transportierte ihn auf seinem Reittier zur Herberge, wo er den Wirt am folgenden Morgen bezahlte und mit der weiteren Pflege beauftragte, verbunden mit der Zusage seiner Wiederkehr und der Erstattung weiterer Kosten.

Im Anschluss an das Gleichnis wendet Jesus die Frage des Mannes um: es ist nicht in dem Sinne, wem ich helfen soll, danach zu fragen, wer mein Nächster ist, sondern im Hilfeakt wird der Helfende dem Bedürftigen zum Nächsten. Anschließend fragt Jesus, wer von den Dreien dem Überfallenen der Nächste gewesen sei. Der Schriftgelehrte erkennt den Sachverhalt und antwortet, dass es der Samaritaner gewesen sei. Daraufhin fordert Jesus, ebenso wie jener zu handeln.

Bibelstelle: 
Lukas 10, 25-37

Luther 1912 XML - Lukas 10

Kapittel: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, (10), 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24
Johannes
25 Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe?
26 Er aber sprach zu ihm: Wie steht im Gesetz geschrieben? Wie lieset du?
27 Er antwortete und sprach: "Du sollst Gott, deinen HERRN, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüte und deinen Nächsten als dich selbst."
28 Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben.
29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: "Wer ist denn mein Nächster?"
30 Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mörder; die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon und ließen ihn halbtot liegen.
31 Es begab sich aber ungefähr, daß ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und da er ihn sah, ging er vorüber.
32 Desgleichen auch ein Levit; da er kam zu der Stätte und sah ihn, ging er vorüber.
33 Ein Samariter aber reiste und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein,
34 ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goß darein Öl und Wein und hob ihn auf sein Tier und führte ihn in die Herberge und pflegte sein.
35 Des anderen Tages reiste er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme.
36 Welcher dünkt dich, der unter diesen Dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war?
37 Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihn tat. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und tue desgleichen!
Source: unbekannt
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Stundenentwurf